FCC siegt im letzten Test mit 2:1 gegen Lok

18.01.2020

Der FC Carl Zeiss Jena beschließt die Vorbereitungsphase mit einem 2:1 (0:1) gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig, bevor es in der kommenden Woche zuhause gegen den SC Preußen Münster in der 3. Liga weiter geht.

Stattfinden musste das Spiel gegen das Spitzenteam der Regionalliga Nordost leider ohne Zuschauerbeteiligung. Die Vorgaben der Polizei sahen einen Vergleich unter Ausschluss der Öffentlichkeit vor. Während etwa 400 Mitglieder noch der Jahresvollversammlung folgten, erwarteten FCC-Trainer Rico Schmitt und seine Mannen die Loksche im Paradies.

Gespielt wurde im Stadion des Ernst-Abbe-Sportfeldes, auf dessen Rasen sich in Reihen der Zeiss-Elf ein bisher unbekanntes Gesicht gemischt hatte - das von Leon Bergsma. Der 22-jährige Innenverteidiger (zuletzt AZ Alkmaar) stammt aus der Ajax-Nachwuchsschmiede und stand als Probespieler auf dem Berichtsbogen. Er sollte in der ersten Halbzeit seine Sache sehr ordentlich lösen und zeigte eine sehr aufmerksame Partie, die für ihn jedoch leider nach 45 Minuten vorbei war. In einer Klärungsaktion kurz vor Pausenpfiff verletzte sich der 1,86 m große Holländer am Fuß und musste für den zweiten Spielabschnitt passen. "Leider musste er verletzt raus. Aber bis dahin hat er sehr ordentlich gespielt und sich sehr ordentlich eingefügt", meinte nach Spielende Rico Schmitt zurückhaltend und ergänzte: "Wir werden das jetzt in Ruhe intern bewerten."

Tatsächlich gehörte Bergsma in einer insgesamt eher mäßigen ersten Halbzeit zu den auffälligeren Akteuren auf dem Platz - so wie auch der Ex-Erfurter Stephane Mvibudulu. Ihm gelang das frühe Tor für die Gäste, als ihn ein Steilpass durch die Schnittstelle unserer Innenverteidigung fand und der wieder im Tor stehende Jo Coppens den platzierten Flachschuss nicht vereiteln konnte (8.). Rico Schmitt: "Der frühe Rückstand hat uns nicht aus der Bahn geworfen, und am Ende haben wir mit zwei sehr schön herausgespielten Toren das Spiel noch gedreht." Dafür bedurfte es jedoch einer spürbaren Leistungssteigerung in Hälfte zwei. Rico Schmitt brachte Julian Günther-Schmidt, René Eckardt, Daniele Gabriele und Nico Hammann zur Halbzeit in die Partie und konnte mit der späteren Hereinnahme von Pierre Fassnacht und Raphael Obermair für zusätzlichen Druck sorgen, der in der 69. Minute belohnt wurde. Julian Günther-Schmidt bediente wunderbar Daniele Gabriele im Strafraum, der aus Nahdistamz eiskalt zum 1:1 abschloss. Jena wollte den Sieg und erzielte in der 81. Spielminute den verdienten Siegtreffer. Daniele Gabriele und Kilian Pagliuca kombinierten sich sehenswert im zweifachen Doppelpass vor das Lok-Tor. Mit dem letzten Zuspiel Gabrieles hatte Pagliuca dann keine Mühe und schob zum verdienten 2:1 für Jena ein, bei dem es auch nach 90 Minuten blieb.

Trainerstimme:

Rico Schmitt (FCC): "Das war ein sehr ordentlicher Test gegen einen Gegner, der einen sehr robusten, erfolgreichen Fußball spielt, gegen den keine 60 Prozent reichen, sondern wo du, um Zweikämpfe zu gewinnen, 100 Prozent investieren musst. Wir haben den frühen Rückstand gut kompensiert, mit zwei schön herausgespielten Toren das Spiel gedreht. Wir haben eine Jenaer Mannschaft gesehen, die unbedingt gewinnen wollte, die gut drauf ist, die auch nicht mit unserer personellen Situation hadert, sondern diese annimmt und Vollgas gibt."

Torfolge:

0:1 Mvibudulu (8.)
1:1 Gabriele (69.)
2:1 Pagliuca (81.)

Aufstellungen:

FCC: Coppens - Gottwald (46. Obermair), Kühne (66. Fassnacht), Kübler, Volkmer (31. Grösch), Bock (46. Günther-Schmidt), Jahn, Skenderovic (46. Gabriele), Zejnullahu (46. Eckardt), Pagliuca, Bergsma (46.Hammann )

Lok: Wenzel - Berger, Misch, Urban, Steinborn, Ziane, Wolf, Heynke, Pannier, Pfeffer, Mvibudulu

Liveticker vom Spiel

Die Tore im Video

 

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